Zum Wochenende

Was für eine Woche der schwierigen Entscheidungen. Erst zaudert sich Amerika widerwillig in Richtung seiner alten Weltpolizisten-Rolle. Dann pfeifen die Briten ihren kriegsbegeisterten Premier zurück. Auch die Spiegel-Kollegen pfeifen ihren Boss zurück, der hatte noch geglaubt, er könne eigene Personalentscheidungen treffen. Beste Voraussetzungen für einen beherzten Modernisierungskurs, den der Ex-Hoffnungsträger durchziehen soll. Derweil wäre fast untergegangen, dass der deutsche Verfassungsschutz die NSA-Debatte in einem wichtigen Punkt für beendet erklärt hat: Es gebe im Rahmen von Prism und Tempora keine Wirtschaftsspionage. Gottseidank. Denn wenn die Experten das sagen, dann muss es einfach stimmen. Sie haben die Deutschen ja immer schon heldenhaft vor der virtuellen NSA-Spionage behütet. Nun will uns übrigens auch die Bundesregierung behüten und strebt an, dass Firmen nach 18 Uhr keine wichtigen Mails mehr verschicken. Also, seid gewarnt vor diesem teuflischen Kommunikationszeug. Vielleicht wäre es sogar besser, das Internet nach 18 Uhr vollständig abzuschalten. In diesem Sinne, nachdenkliche Wochenendgrüße.

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