„Deutschland ist ein Bloggerland“… neulich bei „Kress“

Wie steht es um die Huffington Post? Wie feiern wir den 10. Geburtstag der amerikanischen Ausgabe? Und vor allem: Wie werden wir einmal unseren 10. Geburtstag in Deutschland feiern? Spannende Fragen, die Cherno und ich mit „Kress“ diskutiert haben.

Das ganze Interview steht hier. 

Im Interview bei Peer Steinbrück

Wie fühlen sich eigentlich Niederlagen an? Woran ist Ihre Kanzlerkandidatur gescheitert? Und vor allem: Warum läuft so vieles falsch in der Politik? Das besprachen wir mit dem Ex-SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

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Das komplette Interview steht hier…

Ein paar Fragen haben wir auch vor der Kamera diskutiert:

Winter is coming

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatten wir das Glück genau in der Zeit in Mittenwald zu einer kleinen Wanderung aufzubrechen, in der der erste ernstzunehmende Schnee dieses Jahres fiel. Was für ein wunderschöner Wintereinbruch.

Wie die Bundesregierung die Angst vor dem Internet schürt…

… dazu schrieb ich neulich einen kurzen Kommentar in der Huffington Post. Kurz darauf riefen die Kollegen von Radio Bremen an und befragten mich für ihre „Wochenwebschau“. Ein hübsches Format, das eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

Wir sprachen unter anderem darüber, die Facebook ablehnen, ihren Job verfehlen. Denn sie lehnen damit einen wichtigen Teil des öffentlichen Lebens ab. Ich glaube, dass soziale Netze die Marktplätze der Zukunft sind. Längst finden hier wichtige Debatten zu allen erdenklichen Themen statt. Dem kann sich kein Politiker mehr verschließen.

Postkartenbayern

Wenn man mit Hamburgern über ihre Stadt spricht, dann hört man allerlei Schwärmereien über die schönste Stadt der Welt. Sprechen Münchner über ihre Stadt, schwärmen sie von dem hohen Freizeitwert des Umlandes.

Und sie haben ja auch Recht…

Palma bei Nacht

Was für ein Abschluss der kurzen Auszeit auf Mallorca. Eigentlich wollte ich nicht schon wieder hierher. Eigentlich wollte ich wenigstens in den Alpen wandern gehen oder in die Cinque Terre.

Aber die Wetterlage war einfach zu unübersichtlich (wie der ganze Sommer in München, aber darüber müssen wir bei anderer Gelegenheit noch einmal ausführlich sprechen).

Und so ließ ich mich von meiner Reisebegleitung umstimmen.

Aber ganz ehrlich: Ich habe es keine Sekunde bereut. Nicht nur, weil die Insel einen der schönsten September seit Jahren erlebt; weil wir lange Rennradtouren und noch viel längere Wanderungen gemacht haben; und weil wir nach unseren Ausflügen abends in die Bucht von Port de Soller gesprungen sind.

Einer der Höhepunkte war bei alledem die Nacht der Kunst in Palma. Galerien, Designer und Museen hatten am Donnerstag bis spät geöffnet. Und das zog nicht nur ein paar hundert Kunstliebhaber an.

Die ganze Stadt war auf den Beinen und flanierte durch die gelb beleuchteten Gassen der Altstadt von Palma. Gegen 23 Uhr war in den Straßen mehr los, als sonst an Samstagnachmittagen.

Aber die Menschen wussten, warum sie kamen. Auf den kleinen Plätzen spielten Bands, neben ihnen improvisierten Theatergruppen – und überall gibt es Tapas und Wein.

Was für ein Abschluss.

Neulich bei Friedmann: Wie viel ist das Private noch wert?

Eine spannende Runde bei Michel Friedmann: Beschneiden große Internetkonzerne wie Google und Facebook systematisch unsere Privatssphäre? Oder ist es doch nur Panikmacher deutscher Politiker und Datenschutzbeauftragter? Diese Fragen habe ich in der N24-Sendung „Studio Friedmann“ mit dem Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert diskutiert.

PS: Leider kann man die Sendung nicht direkt einbinden. Daher gibt’s hier nur den Link…

Benjamin Zander: Über die Veränderungskraft klassischer Musik

Schon etwas älter. Aber ich kannte ihn noch nicht: Was für ein großartiger, bewegender TED-Talk, über Musik, über Leadership und darüber, dass klassische Musik jeden berühren kann. Mehr noch: Dass klassische Musik für jeden ist. Ich habe ihn gesehen, dann noch einmal gesehen. Und er ist auch beim dritten Mal noch genau so großartig:

Münchner Geschichten: Wie eine kulturbegeisterte Stadt einen so miesen Konzertsaal bauen kann

Ich habe mich auf viele Aspekte Münchens gefreut. Und in den meisten Bereichen hat mich die Stadt  nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

Nur in einem Feld habe ich mich geirrt.

Ich hatte gedacht, dass ich nach acht Jahren Düsseldorf endlich wieder in einer Stadt mit einem akzeptablen Konzertsaal wohnen würde. Keine Ahnung, wie ich darauf kam. Wie auch immer: Es war ein Irrtum, wie ich bei jedem Konzertabend aufs Neue feststelle. Die Münchner Philharmonie im Gasteig ist irgendwie zu groß und zu hoch.

Neulich habe ich den wunderbaren Cellisten Truls Mørk mit Schumanns Cellokonzert gehört. Ein Stück mit allen Extremen. Doch der Solist hat an vielen Stellen Probleme, durchzukommen. Selbst dann, wenn er ganz alleine spielte. An seinem kostbaren italienischen Cello lag es sicher nicht. Und nach lauten Schlussakkorden verhallte der Klang nicht. Er brach einfach ab.

Auf den ersten Blick sieht der Gasteig ein bisschen so aus, wie die großartige Berliner Philharmonie. Die war wohl auch Vorbild.

Doch man sagte sich in München in den 80ern: Genau so wollen wir es nicht machen. Vor allem aber können wir das allein.

Die Folge: Während weltweit die besten Konzertsäle entstanden bauten die Bayern  für ihre Münchner Weltklasse-Orchester einen Konzertsaal, ohne einen Akustiker zu konsultieren. Das ist in etwa so, als ob ein Architekt für Reihenhaussiedlungen auf einmal eine moderne Autofabrik entwerfen soll.

Und so ist der Saal auch geworden. Das Orchester sitzt hier beispielsweise nicht, wie in Berlin, in der Mitte des Raumes. Es sitzt den Musikern gegenüber.

Wählt man diese Konstruktion, muss der Saal aber möglichst die Form eines Schuhkartons haben, oder er muss wenigstens viel kleiner sein. Doch die Münchner Philharmonie wird nach hinten immer breiter. Ein Fehler, der  nicht mehr auszubügeln ist. Eigentlich müsste man das Gebäude abreißen. Aber auch das traut sich keiner. Zudem ist es noch nicht einmal abgezahlt.

Damit alle Gäste eine größere Beinfreiheit haben als in einem Multiplex-Kino, ist der Saal zudem völlig überdimensioniert geraten. Es ist schön, wenn eine Stadt versucht, andere Wege zu können. Aber in diesem Fall hätten sich die Verantwortlichen wenigsten einmal erkundigen sollen, wie man so ein Ding baut.

Ein Riesen-Problem für eine Kulturbegeisterte Stadt wie München. Und ich hoffe sehr, dass die Debatte über ein neues Konzerthaus hier neuen Schwung bekommt. Immerhin weigern sich einige Weltklasse-Musiker, hier zu spielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Münchner Ego das auf Dauer ertragen kann.