2 Jahre HuffPost: Unser Interview mit „Horizont“

Genau zwei Jahre ist es her, als ein kleines Team von Redakteuren sich für einen Moment die Frage stellte: „Was ist denn jetzt los?“

Kurz vor dem Live-Gang unserer Seite versagte die Technik. Die halbe Seite fehlte. Und es sah so aus, als ob wir nicht – wie geplant – während der Pressekonferenz starten könnten.

Es klappte dann doch. In letzter Sekunde: Am 10.10.2013 – gegen 10 Uhr – ging die Huffington Post Deutschland ins Netz.

Seitdem ist viel passiert. Einiges davon haben wir in einem Interview mit „Horizont“ zusammengefasst…

Ohne Worte

Zwei Jahre danach…

Gerade gesehen: Heute vor zwei Jahren konnte ich zum ersten Mal öffentlich über den Beginnen eines neuen, sehr spannenden Kapitels in meinem Leben schreiben, den Wechsel zur Huffington Post. Seitdem hat sich unglaublich viel getan. Wir sind Teil von spannenden Debatten, feiern immer neue Traffic-Rekorde, haben regelmäßig inspirierende Gesprächspartner in der Redaktion, stehen in engem Austausch mit den HuffPost-Kollegen in mittlerweile 15 Ländern, versuchen Dinge, die sich im News-Geschäft vorher niemand getraut hat – und wir haben vor allem unglaublich viel Spaß. Ich habe diesen Schritt keine Sekunde bereut. Und ich freue mich auf die nächsten Jahre mit der Huffington Post und dem tollen Team.

Huffpost

Die Huffington Post über Flüchtlinge – und eine tolle Medienresonanz

Ein paar spannende Wochen liegen hinter uns. Radiosender haben unsere Berichterstattung über die Flüchtlingskrise zum Anlass für Beiträge genommen – ebenso Mediendienste. Hier ein aktuelles Beispiel von „Kress“, wo ich ein paar Sätze dazu sagen konnte.

Um klare Haltungen ist die „Huffington Post“ selten verlegen – sei es in den USA oder in ihrem deutschen Ableger. „Wir gehörten zu den ersten Medien in Deutschland, die klar und mit einer sehr großen Aktion Haltung in der Flüchtlingsfrage bezogen haben“, sagt Sebastian Matthes, Chefredakteur der Huffington Post Deutschland. Ende Juli machte die Online-Zeitung ihren Standpunkt mit der Kampagne „Willkommen, liebe Flüchtlinge, gut dass ihr hier seid“ klar – 200 Menschen machten mit – darunter Größen aus Politik und Wirtschaft, prominentester Mitwirkender war SPD-Chef Sigmar Gabriel. „Hunderte positive Kommentare und Mails gingen bei uns ein. Aber auch rassistische und beleidigende Zuschriften“, erinnert sich Matthes.“Das hätten wir einfach ignorieren können. Doch wir glauben, dass wir unseren Lesern diese Reaktionen nicht vorenthalten dürfen“, sagt Matthes. „Sie sagen viel über die Stimmung in unserem Land aus.“ Die Redaktion sammelte die Kommentare, schoss „mit den dümmsten von ihnen“ zurück.

Unter dem Titel „jetzt sprechen die Hassfratzen“ veröffentlichten Matthes und seine Kollegen nicht nur die Kommentare – sondern auch die Facebook-Profilbilder und die Namen der Kommentatoren. „Ein krasser Schritt, den so kein anderes Medium bislang gewagt hat“, sagt Matthes. „Aber wir haben nur das veröffentlicht, was die Menschen auf unserer Homepage oder unserer Facebookseite sowieso veröffentlicht haben.“ Aufgehört hätten die Beschimpfungen danach nicht. An der Haltung der Redaktion habe das aber nichts geändert.

 

Freitag haben wir eine Aktion gemacht, die uns sehr am Herzen lag

Ein beeindruckendes Zeichen, das diese 200 Menschen in der Huffington Post Deutschland setzen. Unter ihnen Spitzenpolitiker aller großen Parteien, Künstler, Ökonomen, Studenten, Schriftsteller und Rentner.

Ich bin tief beeindruckt von der Reaktion, die diese Aktion hervorgerufen hat. Hoffentlich war das nur der Anfang.

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Auf einmal reden alle über Constructive Journalism – die HuffPost ist in dem Feld schon länger aktiv

Neulich habe ich dem Evangelischen Pressedienst epd erklärt, was wir in dem Feld so tun:

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Bei der „Huffington Post“ kommen die Gutes-Beispiel-Geschichten richtig gut an. Seit etwa eineinhalb Jahren gibt es die internationale Redaktionsoffensive „what’s working“, die von der Gründerin Ariana Huffington eigens gestartet wurde. Sie verspricht mehr zu sein als eine Rubrik mit „Guten Nachrichten“. Sebastian Matthes, Chefredakteur der deutschen Ausgabe der „Huffington Post“, beschreibt sie als Konsequenz aus der „grundsätzlichen Erkenntnis, dass Journalisten eigentlich immer nur über einen kleinen Ausschnitt der Welt berichten“.

Nämlich über Unglücke, Katastrophen, Korruption und Mord und Totschlag. „Das ist ja auch alles sehr wichtig, aber die Menschen wollen auch Geschichten hören, die von Problemlösungen und Erfolgsgeschichten handeln.“ Deshalb bringe die „Huffington Post“ vermehrt Artikel mit einem positiven Dreh.

Doch wie relevant sind Geschichten, die das Schöne und Positive und Gute zum Inhalt haben? „Relevant sind solche Geschichten, wenn sie Vorbildcharakter haben“, sagt Matthes und definiert nebenbei Nachrichten neu.

„Über Lösungen zu schreiben, heißt, Lösungen von Problemen zu verbreiten.“ Solche Artikel würden extrem gut gelesen und gerade in sozialen Netzwerken am liebsten geteilt. Einen schönen Nebeneffekt gebe es auch: International hätten schon viele Kunden exklusiv im Umfeld solcher Geschichten ihre Anzeigen gebucht. Und auch in Deutschland, wo die „Huffington Post“ gerade erst mit der Akquise beginne, sei das Interesse schon groß.

(…)

Leider nicht online, daher kein Link auf die vollständige Story.

„Unsicher, ziellos und wenig belastbar“: Eine Abrechnung mit der Generation Y

Liebe Generation Y

Es ist viel geschrieben worden über euch. Dass ihr kreativ seid, die Freiheit liebt, anders über Karriere denkt. Dass ihr Unternehmen radikal verändern werdet, weil ihrDinge hinterfragt und verstaubte Strukturen aufbrechen wollt.

Aber ganz ehrlich: So erlebe ich nur die wenigsten von euch. Im Gegenteil.

Weiterlesen bei der Huffington Post…

Die HuffPost startet eine spannende Kooperation mit Change.org

Dazu zitiert uns „Meedia“: „Mit dem Projekt wolle man “Menschen und Organisationen mehr Aufmerksamkeit schenken, die große Herausforderungen überwinden, indem sie beeindruckende Lösungsansätze finden”, erklärt HuffPo-Chefin Arianna Huffington. Deutschland-Chefredakteur Sebastian Matthes ergänzt: “Neben aktuellen Nachrichten spielen bei der Huffington Post auch zunehmend Menschen eine Rolle, die Lösungen für die vielen Probleme unseres Lebens entwickeln.” Die HuffPo könne ihre Berichterstattung mit “positiven Nachrichten” ausbauen, so die Macher. Dennoch, so Huffington, wolle man weiterhin berichten, wenn “etwas nicht funktioniert”.“