Die „FAZ“ schreibt über die Zukunft – und macht sich dabei ziemlich lächerlich

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat Angst vor der Zukunft. Nicht nur vor der Zukunft mit einer Ehe für alle, gegen die „FAZ“-Autoren seit Wochen wacker anschreiben.

Sondern vor der Zukunft ganz allgemein.

Zu lesen erst gestern wieder in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dort stellte eine Autorin fest, die FDP konzentriere sich seit Jahren auf das Thema Zukunft. Und das findet die „FAS“ ziemlich lächerlich. So lächerlich, dass die Zeitung fast eine Seite dafür freiräumt.

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Die Bilder, die vom G20-Gipfel in Hamburg bleiben

Es sind unglaubliche Szenen, die mein Kollege Max Marquardt da aufnimmt. Man schaut zu und kann es nicht fassen. Das sind die Bilder, die von diesem Gipfel bleiben. Bilder von Hass, Chaos-Touristen – und einer ziemlich überforderten Weltstadt.

 

Ein paar Gedanken vor dem G20-Gipfel

Die Welt macht sich auf in meine alte Heimatstadt; Hubschrauber kreisen über dem Hafen, Demonstranten marschieren durch die Innenstadt, und viele fragen sich (wie bei fast jedem Gipfel dieser Art): Muss das sein?

Es muss sein. Denn die Welt steckt in einer vertrackten Lage.

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich zu, die Lage in Katar ist wackelig, China und die USA zoffen sich um ein paar künstliche Inseln im südchinesischen Meer, und Russland mischt sich mit einer perfiden Strategie in westliche Wahlkämpfe ein.

Gleichzeitig warnen Wissenschaftler immer lauter vor globalen Epidemien. Und die Klimapolitik ist – trotz immer neuer Versprechen – nicht viel mehr als PR.

Wäre die Welt eine Großfamilie, wäre längst klar: es ist höchste Zeit, dass sich alle wieder einmal an einen Tisch setzen. Auch, wenn sich einzelne Charaktere mitunter schwer ertragen können.

Zwar geht es bei dem Gipfel auch um Wirtschaft, um Zölle und um Flugzeuglieferungen. Aber die politischen Fragen werden dominieren.

Natürlich kann niemand mit all diesen Themen, Positionen und vor allem Protagonisten einverstanden sein. Despoten wie Erdogan und Trump verdienen Widerspruch. Also geht (friedlich) auf die Straßen.

Und sicher wird der Gipfel keine Revolution. Schon ein Minimalkonsens wäre in dieser Situation ein Erfolg. Denn vieles wird noch weit schwieriger als bei vergangenen Treffen. Auch, weil sich die US-Regierung aufführt wie ein pubertierender Teenager.

Der Gipfel birgt dennoch die Chance, dass ein paar Charaktere wieder ins Gespräch kommen, die sich zuletzt wenig zu sagen hatten.

Und ein solcher Austausch, eine gemeinsame Basis wenn man so will, ist gerade jetzt wichtig.

Das ist die Chance von G20. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Vereinten Nationen der HuffPost

Die Treffen aller HuffPost-Chefredakteure und -Herausgeber sind immer ein besonderes Highlight. Dieses Mal besonders, weil große Teile des US-Teams neu sind. Es war der erste International Summit mit der neuen US-Chefin Lydia Polgreen, die einen großen Teil ihrer Karriere bei der „New York Times“ verbracht hat. Wer einen tiefen Ein29blick in US-Politik sucht, dem empfehle ich ihren sorgfältig gepflegten Twitter-Account.

Warum wir das Ehegattensplitting endlich abschaffen müssen

In den Fünfzigerjahren mussten Frauen ihre Männer um Erlaubnis bitten, wenn sie arbeiten wollten, durften kein Auto fahren und kein eigenes Konto eröffnen.

All das ist glücklicherweise Geschichte. Fast alles.

Denn eine Regelung aus dieser familienpolitischen Steinzeit existiert immer noch: das Ehegattensplitting.

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Da ist es, das Berliner HuffPost-Büro

Knapp dreieinhalb Jahre nach dem Start der deutschen Ausgabe haben wir Montagabend das HuffPost-Hauptstadtbüro in Berlin eröffnet. Es hat riesig Spaß gemacht! Danke an alle, die das möglich gemacht haben.

Rund 150 Politiker, Blogger und Interessierte kamen ins Telefonica Basecamp, um diesen Schritt mit der Redaktion zu feiern. Unter anderem mit dabei: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, CDU-Vize Julia Klöckner, FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, der parlamentarische Geschäftsführer der Union-Bundestagsfraktion Michael Grosse-Brömer und der SPD-Finanzexperte Johannes Kahrs.

Günther Oettinger bei der HuffPost

Die gefährliche Angst der Deutschen vor der Digitalisierung, die Kosten eines möglichen Euro-Austritts Griechenlands, der Brexit… wir hatten viel zu besprechen gestern, als uns EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in der Redaktion besuchte.

Ein paar Gedanken zum Trump-Cover für „Meedia“

Das wollte „Meedia“ noch einmal in lang. Also:

Was in den vergangenen 14 Tagen in den USA passiert ist, übersteigt sicher einige der schlimmsten Befürchtungen von Donald Trumps Kritikern: Er spaltet sein Land und setzt Freiheitsrechte aufs Spiel.

Das hat das Magazin New Yorker treffend und scharf mit der erloschenen Kerze der Freiheitsstaue auf sein Cover gebracht. Der Spiegel hat sich für eine krassere Option entschieden. Dem Marketing hat der weltweite Wirbel um das Cover sicher geholfen.

Dass es im Umgang mit Trump hilft, halte ich für fraglich. Denn was will der Spiegel auf seinen Titel drucken, wenn die Situation wirklich eskaliert?

Medien machen einen Fehler, wenn sie Woche für Woche den Weltuntergang ankündigen. Denn wenn der dann wirklich vor der Tür steht, hört niemand mehr zu.

Viele amerikanische Medien haben aus meiner Sicht einen klügeren Weg gewählt: Sie setzen auf Recherche und klare Analyse. Das könnte ein Weg sein, sicherzustellen, dass die Menschen auch in Zukunft zuhören. Das muss unser Ziel sein. Denn es geht aktuell um sehr viel.

Den kompletten Meedia-Artikel findet ihr hier.