Ein paar Tage in der HuffPost-Zentrale…

… und kurz vor Abflug entstand noch dieses Bild, dass die spätherbstliche Stimmung in der Stadt so wunderbar zeigt:

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Wahrscheinlich gab es keine bessere Zeit, als genau jetzt hierher zu fliegen – und mit den Kollegen zu diskutieren. Wenige Tage nach der Wahl, die so viele Gewissheiten zerstört hat. Und so war auch der Tenor aller Gespräche. Nun fragen sich alle: Wie konnte es passieren, dass niemand den Sieg Donald Trumps hat kommen sehen? Was bedeutet dieser Machtwechsel für die liberale Demokratie? Wird es alles womöglich nicht so schlimm kommen, wie manche glauben? Oder schlimmer? Wie sieht eine von Nationalismus und Abschottung geprägte Welt aus? Was bedeutet das alles für uns Europäer? Wird es das Europa wie wir es kennen in ein paar Jahren noch geben? Diese Gedanken gehen mit durch den Kopf, während wie uns auf den Rückweg zum Flughafen machen.

 

Am Rande der Medientage München…

Spannende Diskussionsrunde neulich am Rande der Münchner Medientage: Zunächst ging es um die Huffington Post und die Frage, wie unser Nachrichtennetzwerk weltweit zusammenarbeitet. Das war das Thema das Media Circle von BCG im Bayerischen Hof. Unter den Gästen: Top-Manager und CEOs aus den unterschiedlichsten Medienunternehmen.

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Doch am Ende entwickelte sich die Diskussion weiter zu der Frage, wie nationale Medienunternehmen in einer von Google, Facebook und Amazon dominierten Plattform-Welt überleben können.

Ich glaube, sie können. Wenn sie einerseits die Chancen der entstehenden neuen Plattformen nutzen, wenn sie aber gleichzeitig auch Plattformen entwickeln, die sie von den großen Playern unabhängig machen. Orte, die Menschen ansteuern, um sich zu informieren, sich zu unterhalten und auszutauschen. Vielleicht sind das in Zukunft keine einzelnen Seiten mehr, sondern Netzwerke aus unterschiedlichen Angeboten und Diensten.

Es war eine spannende Diskussion. Spannend fand ich, dass private TV-Sender in dieser Frage schon wesentlich weiter sind, als Verlage.

 

WhatsApp-Debatte zwischen Gysi und Müller-Voggg

Politisch trennen sie Welten – und doch haben sie viel gemeinsam: Der konservative Ex-„FAZ“-Herausgeber Hugo Müller-Vogg und der Linken-Politiker Gregor Gysi. Denn beide gehen keinem Streit aus dem Weg – vor allem, wenn es um ihre politischen Positionen geht. Besonders gern streiten sie miteinander. Das tun sie nun regelmäßig. In der Huffington Post – per WhatsApp.

Hier geht’s zur ersten Folge unseres neuen Formats.

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„Viele Medien zeigen nur die halbe Wahrheit“

Ich habe mit dem Journalisten Michael Gleich über konstruktiven Journalismus gesprochen. Seine Thesen sind streitbar. Doch sie zeigen auch, warum die Skepsis gegenüber der Arbeit von Journalisten gerade massiv zunimmt.

„Wenn wir ständig erzählen, dass die Welt den Bach runtergeht, dann fühlen sich die Menschen ohnmächtig. Wenn wir dagegen konstruktiv berichten, dann stärken wir das Gefühl der Selbstwirksamkeit.“

Das muss nicht immer stimmen. Aber es stimmt viel zu oft.

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Das Ende einer Ära

Someone once told me, entrepreneurs always remain entrepreneurs. They are having a constant drive to build something new. I don’t know if that is generally true, but it is in the case of Arianna. She leaves the Huffington post – which she started 11 years ago with 5 like-minded people from the confines of her living room – for a new adventure.

I’m thankful for having had the opportunity to work with her and amazed at the energy which which she has built up the Huffington Post in 15 countries. She was always open to new ideas as well as to criticism and gave us editor-in-chiefs impetus, whenever we needed it. All CEOs and editor-in-cheifs can learn from her pioneering spirit! All the best Arianna Huffington!

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Brief an Erik

Lieber Erik

Während ich diese Zeilen schreibe, liegst Du schon im Bett. Die Sirenen der Münchner Polizei sind verklungen und mit ihnen die knatternden Hubschrauber-Rotoren. Mir scheint fast so, als sei es draußen gerade stiller als sonst.

Gestern Abend erlebte die Stadt, in der Du vor einem Jahr geboren wurdest, einen Schock. Ein psychisch kranker 18-Jähriger erschoss in einem Einkaufszentrum neun Menschen und später sich selbst.

Das passierte nur wenige Tage, nachdem ein junger Mann in einem Regionalzug mit einer Axt auf Mitreisende losgegangen war. Kurz davor tötete ein anderer Irrer in Nizza mit einem Lastwagen mehr als 80 Menschen. Ähnliches ereignete sich auch in Brüssel und Istanbul.

In dieser Zeit verabschiedeten sich auch die Briten aus der Europäischen Union, die Türkei erlebt einen Putsch. Und die US-Republikaner machten einen Wahnsinnigen zu ihrem Präsidentschafts-Kandidaten.

Lieber Erik, die Welt da draußen, die Du gerade für Dich entdeckst, ist in Aufruhr.

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Gerald Asamoah in der HuffPost: „Das macht mich stolz. Auch darauf, Deutscher zu sein“

Es ist eine merkwürdige Zeit. Eine Zeit der stumpfen Parolen, der Entfremdung Europas und eine Zeit zunehmender Fremdenfeindlichkeit. Darüber hat Gerald Asamoah einen tollen Text in der HuffPost geschrieben. Hier ein Auszug:

„Ich wurde während meiner Karriere oft gefragt, warum ich mich damals entschieden habe, für Deutschland zu spielen. Es war eine Bauchentscheidung: Weil ich mich hier zuhause fühle. Ich habe damals natürlich auch Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Ich habe die Affenlaute auf dem Platz gehört. Aber das war für mich nicht Deutschland. Deutschland war das Land, das mich willkommen geheißen und mich akzeptiert hat.

Wenn ich nun heute all diejenigen sehe, die sich nicht blenden lassen von irgendwelchen Parolen und verqueren Denkweisen, sondern sich offen dagegen stark machen, dann ist das genau dieses Deutschland. Das freut mich und macht mich stolz.

Auch darauf, Deutscher zu sein.“

Genau die richtigen Worte, heute, vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft.

(Hier geht’s zum kompletten Text.)