Gerald Asamoah in der HuffPost: „Das macht mich stolz. Auch darauf, Deutscher zu sein“

Es ist eine merkwürdige Zeit. Eine Zeit der stumpfen Parolen, der Entfremdung Europas und eine Zeit zunehmender Fremdenfeindlichkeit. Darüber hat Gerald Asamoah einen tollen Text in der HuffPost geschrieben. Hier ein Auszug:

„Ich wurde während meiner Karriere oft gefragt, warum ich mich damals entschieden habe, für Deutschland zu spielen. Es war eine Bauchentscheidung: Weil ich mich hier zuhause fühle. Ich habe damals natürlich auch Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Ich habe die Affenlaute auf dem Platz gehört. Aber das war für mich nicht Deutschland. Deutschland war das Land, das mich willkommen geheißen und mich akzeptiert hat.

Wenn ich nun heute all diejenigen sehe, die sich nicht blenden lassen von irgendwelchen Parolen und verqueren Denkweisen, sondern sich offen dagegen stark machen, dann ist das genau dieses Deutschland. Das freut mich und macht mich stolz.

Auch darauf, Deutscher zu sein.“

Genau die richtigen Worte, heute, vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft.

(Hier geht’s zum kompletten Text.)

Neulich bei Netanjahu

Es war eine spannende Reise: Eine Woche lang intensive Gespräche und bewegende Einblicke in die Arbeit des Gedenkzentrums Yad Vashem in Jerusalem.  Mit dabei: ein paar sehr nette Kollegen aus allen Winkeln der deutschen Medienwelt. In dieser Woche konnten wir einige der prominentesten Politiker des Landes treffen. Oppositionsführer und Vertreter des ultrakonservativen Lagers zum Beispiel. Besonders spannend aber war das Hintergrundgespräch mit Benjamin Netanjahu. image

Ich habe sehr viele Dinge mitgenommen aus dieser Woche. Darunter auch den Gedanken, dass wir allen denjenigen ein Aufenthalt in Yad Vashem ermöglichen sollten, die gerade wieder haserfüllte Botschaften durch die deutschen Straßen brüllen. Dieser Blick auf die dunkle deutsche Geschichte ist so wichtig.

„Der Zeitungsausträger der Zukunft ist der Leser“

Neulich war der Bayerische Rundfunk zu Gast bei uns in der Redaktion. Es war eine spannende Diskussion. Denn es ging um die Frage, wie sich Journalismus in Zukunft finanzieren lässt, wie wir künftig unsere Leser erreichen – und um die Zeitungsausträger der Zukunft. Als Gegenmodell zur HuffPost wird vom BR das Bezahlmodell der „Süddeutsche Zeitung“ aufgebaut. Dabei bin ich überzeugt, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt. Ich glaube, dass es künftig viele Wege geben wird, Journalismus zu finanzieren. Aber das Gegenmodell spielen wir auch immer wieder gern:

Hier noch ein Blick hinter die Kamera:

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HuffPost kooperiert mit der Uno

Das Jahr ist noch jung – doch wir haben schon die erste großartige Kooperation verkündet: Gemeinsam mit der Uno lassen wir in den nächsten Tagen Experten zu allen erdenklichen Aspekten der Flüchtlingskrise zu Wort kommen: Darunter Michael Møller, den Generaldirektor der International Organization of Migration William Lacy Swing, den Präsidenten des Migration Policy Institute Europe Demetrios Papademetriou und der Großmufti von Ägypten Shawki Ibrahim Abdel-Karim Allam.

Alle weiteren Informationen gibt es hier…

„Wir helfen weiter“

Only bad news are good news – von diesem Mantra des News-Geschäfts hat sich die Huffington Post schon seit ihrem Bestehen verabschiedet. Wir wollen – neben allen schlechten Nachrichten – auch die Menschen, Organisationen und Unternehmen in den Mittelpunkt stellen, die dabei helfen, die Probleme unserer Welt zu lösen. Denn, wenn wir über ihre Lösungen berichten, finden diese Pioniere vielleicht Nachahmer. Und ganz nebenbei liefern wir ein ehrlicheres Bild der Welt: Denn die besteht nicht nur aus Katastrophen.

Anfang 2015 haben wir die internationale Initiative „Whats Working“ ins Leben gerufen, um genau diese Themen noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Hier ein aktuelles Beispiel:

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HuffPost erstmals in der Top10

Es war ein gutes Stück Arbeit, aber wir haben es geschafft: Laut der Digital Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) ist die HuffPost mit 5,5 Millionen Unique Usern erstmals unter den zehn größten Nachrichtenseiten Deutschlands. Hinter uns liegen Namen wie „Handelsblatt“, „Rheinische Post“ und „N24“.

Aber sehr selbst:

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Spektakulär: „Focus Online“ erstmals vor der „Bild“. Auf all das wurde natürlich in einem adventlichen Umtrunk angestoßen:

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Kurz vor Jahresende: Die HuffPost löst die Redaktion auf

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Es ist 7.30 Uhr. Normalerweise herrscht um diese Zeit schon reger Betrieb in der Redaktion. Die Themenverantwortlichen diskutieren ihr Programm für die Konferenz, die Videokollegen haben die Seite schon mit frischen Videos bestückt und das Blogteam stellt die spannendsten Gastbeiträge auf die Seite.

Doch heute sind die meisten Monitore dunkel, kaum einer ist da. Der Grund:

Wir haben die Redaktion aufgelöst.

Warum?

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