Die neue Begeisterung für Europa

Lange Jahre war Europa für viele Menschen nicht viel mehr als ein bürokratisches Monster – weit weg von der eigenen Lebensrealität. Plötzlich ist der Staatenbund für eine wachsende Zahl junger Menschen ein emotionales Thema, für das einige von ihnen sogar regelmäßig auf die Straße gehen.

Diese neue Begeisterung erleben wir bei der HuffPost mit der starken Resonanz auf unser neues Ressort Voices of Europe. Das spannende an der neuen Begeisterung: In einer repräsentativen Umfrage haben wir herausgefunden, dass jeder dritte Deutsche sich vorstellen kann, seinen deutschen Pass gegen einen europäischen zu tauschen – wenn es denn möglich wäre.

Das Thema Europa war auch Thema des Besuchs von Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bei uns in der Redaktion. Er diskutierte mit uns Themen, ließ sich aber auch ausführlich erklären, wie das internationale HuffPost-Netzwerk zusammenarbeitet. Ein spannender Vormittag:

Die „FAZ“ schreibt über die Zukunft – und macht sich dabei ziemlich lächerlich

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat Angst vor der Zukunft. Nicht nur vor der Zukunft mit einer Ehe für alle, gegen die „FAZ“-Autoren seit Wochen wacker anschreiben.

Sondern vor der Zukunft ganz allgemein.

Zu lesen erst gestern wieder in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dort stellte eine Autorin fest, die FDP konzentriere sich seit Jahren auf das Thema Zukunft. Und das findet die „FAS“ ziemlich lächerlich. So lächerlich, dass die Zeitung fast eine Seite dafür freiräumt.

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Die Bilder, die vom G20-Gipfel in Hamburg bleiben

Es sind unglaubliche Szenen, die mein Kollege Max Marquardt da aufnimmt. Man schaut zu und kann es nicht fassen. Das sind die Bilder, die von diesem Gipfel bleiben. Bilder von Hass, Chaos-Touristen – und einer ziemlich überforderten Weltstadt.

 

Ein paar Gedanken vor dem G20-Gipfel

Die Welt macht sich auf in meine alte Heimatstadt; Hubschrauber kreisen über dem Hafen, Demonstranten marschieren durch die Innenstadt, und viele fragen sich (wie bei fast jedem Gipfel dieser Art): Muss das sein?

Es muss sein. Denn die Welt steckt in einer vertrackten Lage.

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich zu, die Lage in Katar ist wackelig, China und die USA zoffen sich um ein paar künstliche Inseln im südchinesischen Meer, und Russland mischt sich mit einer perfiden Strategie in westliche Wahlkämpfe ein.

Gleichzeitig warnen Wissenschaftler immer lauter vor globalen Epidemien. Und die Klimapolitik ist – trotz immer neuer Versprechen – nicht viel mehr als PR.

Wäre die Welt eine Großfamilie, wäre längst klar: es ist höchste Zeit, dass sich alle wieder einmal an einen Tisch setzen. Auch, wenn sich einzelne Charaktere mitunter schwer ertragen können.

Zwar geht es bei dem Gipfel auch um Wirtschaft, um Zölle und um Flugzeuglieferungen. Aber die politischen Fragen werden dominieren.

Natürlich kann niemand mit all diesen Themen, Positionen und vor allem Protagonisten einverstanden sein. Despoten wie Erdogan und Trump verdienen Widerspruch. Also geht (friedlich) auf die Straßen.

Und sicher wird der Gipfel keine Revolution. Schon ein Minimalkonsens wäre in dieser Situation ein Erfolg. Denn vieles wird noch weit schwieriger als bei vergangenen Treffen. Auch, weil sich die US-Regierung aufführt wie ein pubertierender Teenager.

Der Gipfel birgt dennoch die Chance, dass ein paar Charaktere wieder ins Gespräch kommen, die sich zuletzt wenig zu sagen hatten.

Und ein solcher Austausch, eine gemeinsame Basis wenn man so will, ist gerade jetzt wichtig.

Das ist die Chance von G20. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Vereinten Nationen der HuffPost

Die Treffen aller HuffPost-Chefredakteure und -Herausgeber sind immer ein besonderes Highlight. Dieses Mal besonders, weil große Teile des US-Teams neu sind. Es war der erste International Summit mit der neuen US-Chefin Lydia Polgreen, die einen großen Teil ihrer Karriere bei der „New York Times“ verbracht hat. Wer einen tiefen Ein29blick in US-Politik sucht, dem empfehle ich ihren sorgfältig gepflegten Twitter-Account.

Warum wir das Ehegattensplitting endlich abschaffen müssen

In den Fünfzigerjahren mussten Frauen ihre Männer um Erlaubnis bitten, wenn sie arbeiten wollten, durften kein Auto fahren und kein eigenes Konto eröffnen.

All das ist glücklicherweise Geschichte. Fast alles.

Denn eine Regelung aus dieser familienpolitischen Steinzeit existiert immer noch: das Ehegattensplitting.

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Da ist es, das Berliner HuffPost-Büro

Knapp dreieinhalb Jahre nach dem Start der deutschen Ausgabe haben wir Montagabend das HuffPost-Hauptstadtbüro in Berlin eröffnet. Es hat riesig Spaß gemacht! Danke an alle, die das möglich gemacht haben.

Rund 150 Politiker, Blogger und Interessierte kamen ins Telefonica Basecamp, um diesen Schritt mit der Redaktion zu feiern. Unter anderem mit dabei: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, CDU-Vize Julia Klöckner, FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, der parlamentarische Geschäftsführer der Union-Bundestagsfraktion Michael Grosse-Brömer und der SPD-Finanzexperte Johannes Kahrs.

Günther Oettinger bei der HuffPost

Die gefährliche Angst der Deutschen vor der Digitalisierung, die Kosten eines möglichen Euro-Austritts Griechenlands, der Brexit… wir hatten viel zu besprechen gestern, als uns EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in der Redaktion besuchte.